Lippenvergrößerung mit Füllstoffen

Hyaluronsäure eignet sich zum Glätten, zur Faltenverringerung und zum Füllen von Haut- und Unterhautbereichen mit mangelndem Gewebe.

20 min

Dauer des Eingriffs

keine nötig

Hospitalisierung

keine nötig

Anästhesie

sofort

Arbeitsfähigkeit

1 - 3 Wochen

Sportliche Aktivitäten

Tipps für nach dem Eingriff

Kühlen.

Mögliche Probleme nach dem Eingriff

Schwellungen, blaue Flecken.

Möglichkeiten für einen Eingriff

Es gibt mehrere Möglichkeiten für Lippenvergrößerung:

Füllung mit Hyaluronsäure: das Resultat hält bis zu sechs Monaten,
Eigenfett: das Resultat ist teilweise permanent, der Anteil des überlebenden Fetts variiert von Patient zu Patient.
Permanente Füllstoffe (Aquamid, Biopolymere, Silikon) werden nicht verwendet, da sie zu ernsthaften Komplikationen führen können.

Was ist Hyaluronsäure?

Füllung mit Hyaluronsäure
Hyaluronsäure ist ein transparentes viskoses Gel, das in einer sterilen Injektion geliefert wird. Es handelt sich um ein natürliches Polysaccharid, das als wichtiger Bestandteil in der Haut, Unterhaut, im Bindegewebe und in den Gelenken vorkommt. Für ästhetische Zwecke wird ein Präparat nicht-tierischer Herkunft verwendet, weshalb es äußerst gut verträglich und die Möglichkeit stärkerer Reaktionen durch den Füllstoff selbst minimal ist. Die Präparate unterscheiden sich zwar hinsichtlich der Marke jedoch nicht hinsichtlich der jeweiligen Risiken.

Hyaluronsäure-Präparate kommen in der ästhetischen Chirurgie zur Vergrößerung des Gewebevolumens zum Einsatz. Sie werden zum Glätten, zur Faltenverringerung und zum Füllen von Haut- und Unterhautbereichen mit mangelndem Gewebe verwendet.

Hyaluronsäure wird mit der Zeit abgebaut und hat somit keine permanente Wirkung. Die Dauer der Wirkung hängt vom Präparat und der Reaktion des Körpers auf das Präparat ab. Da der Körper Hyaluronsäure mit der Zeit abbaut, muss sie für eine permanente Wirkung immer wieder hinzugegeben werden. Hyaluronsäure-Präparate werden oftmals mit anderen Präparaten oder auch mit chirurgischen Eingriffen kombiniert. Für eine weniger schmerzhafte Applizierung wird eine Creme mit einem Betäubungsmittel oder Injektionen mit Lokalanästhesie verwendet. Hyaluronsäure-Präparate verursachen vorübergehende Rötungen, Schwellungen und Einstichstellen, die nach einigen Tagen in der Regel verschwinden.

Risiken

Risiken
Jeder Eingriff ist mit gewissen Risiken verbunden, weshalb es wichtig ist, etwaige Risiken und hiermit verbundene Komplikationen zu verstehen und zu akzeptieren. Obwohl bei den meisten Patienten keine Nebenwirkungen auftreten, ist es dennoch wichtig, die Risiken, möglichen Komplikationen, Einschränkungen und Folgen der Anwendung von Hyaluronsäure-Präparaten genau zu besprechen.

Es ist möglich, dass nach einer Hyaluronsäure-Injektion oder Lokalanästhesie eine Blutung auftritt, die in der Regel jedoch eingeschränkt ist und durch einen blauen Fleck mit geringem Umfang ersichtlich ist. In sehr seltenen Fällen können infolge der Blutung weitere Verfahren erforderlich sein, darunter auch chirurgische. Damit solche Komplikationen möglichst selten vorkommen, ist es wichtig, den Arzt auf eine etwaige Störung der Blutgerinnung aufmerksam zu machen. 14 Tage vor dem Eingriff muss die Einnahme von Präparaten, die die Blutgerinnung beeinflussen können, z. B. Aspirin, Vitamin E, Ginkgo-Präparate usw., eingestellt werden. Bei der Einnahme von Cumarinen (Marivarin, Sintrom usw.) wird gemäß den Anweisungen des Arztes auf eine Ersatztherapie übergegangen.

Nach der Applizierung der Hyaluronsäure kommt es in der Regel zu einer Schwellung, wobei auch Einstichstellen üblicherweise sichtbar sind. Beide Erscheinungen verschwinden innerhalb einiger Tage.

Nach der Anwendung der Hyaluronsäure kann sich die Haut an den Stellen der Applizierung röten, was aber innerhalb von einigen Tagen abklingt.

An den Applizierungsstellen kann die Haut uneben werden, und klumpenförmige Veränderungen können gespürt werden. Auch diese Erscheinungen klingen mit der Zeit ab, wobei sich die Unebenheit jedoch längere Zeit halten kann, sogar einige Monate.

Bei dünner Haut kann der Füllstoff einige Zeit durch die Haut sichtbar bleiben.

Unser Körper ist anatomisch und optisch asymmetrisch. Aus diesem Grund kann mit Füllstoffen in einigen Fällen keine genaue Symmetrie erzielt werden, wobei eine Asymmetrie auch aufgrund einer unterschiedlichen Reaktion des Körpers variiert. Die Verringerung der Asymmetrie kann durch zusätzliche Injektionen mit Hyaluronsäure erfolgen.

Nach dem Eingriff

Nach der Applizierung ist die Haut an diesen Stellen gegenüber äußeren Einwirkungen empfindlicher (Hitze, Kälte, UV-Licht), weshalb sie einige Tage lang vor diesen Einflüssen geschützt werden muss.

Bei der Applizierung der Hyaluronsäure oder eines Lokalanästhetikums kann es in seltenen Fällen zu einer vorübergehenden oder im Ausnahmefall zu einer permanenten Verletzung der tiefen Strukturen – Adern und Nerven – kommen.

Gewebeinfektionen nach der Applizierung von Hyaluronsäure sind äußerst selten (weniger als 1 Fall pro 1000 Patienten). Dennoch sind sowohl bakterielle als auch Virus- und Pilzinfektionen möglich. Ebenso kann auch Herpes auftreten (bei Personen, bei denen er noch nie aufgetreten ist). Bei Personen, die oft an Herpesinfektionen leiden, ist die vorbeugende Einnahme von Virostatika hilfreich. Falls eine Infektion auftritt, kann diese zusätzliche Behandlungen mit antimikrobischen Medikamenten oder sogar chirurgischen Eingriffen erforderlich machen. Diese Komplikation kann zu einer permanenten Narbe auf der Haut und in der Unterhaut führen.

Mögiche Komplikationen

Das Absterben der Haut ist eine extrem seltene Komplikation, die aber – falls sie vorkommt – sichtbare Narben verursacht und zusätzliche chirurgische Eingriffe erfordert.

Wie jeder biologische Stoff kann auch ein Hyaluronsäure-Präparat eine allergische Reaktion hervorrufen, in den schlimmsten Fällen sogar Schock oder Tod. Eine solche Reaktion kann auch infolge einer Allergie gegen das Lokalanästhetikum auftreten.

In seltenen Fällen entstehen nach der Applizierung von Hyaluronsäure schmerzhafte Verhärtungen in der Unterhaut, was zusätzliche Behandlungen oder auch chirurgische Eingriffe erforderlich machen kann.

In einigen Fällen sind die Patienten nicht mit dem Endresultat oder dessen Beständigkeit zufrieden. Der Körper kann unerwünscht auf den Füllstoff reagieren, weswegen sich das Präparat zu schnell abbauen kann. In diesen Fällen empfehlen wir die Anwendung anderer Füllstoffe oder Verfahren zur Erreichung des gewünschten Ziels.

Permanente durch Hyaluronsäure verursachte Komplikationen (außer den bereits erwähnten) sind nicht bekannt. Es ist möglich, dass mit den Jahren heute noch unbekannte Risiken auftreten.

Mit dem Verfahren wird der Alterungsprozess nicht eingestellt, weshalb die Haut und anderes Gewebe auch weiterhin altern. Dabei entstehen Veränderung, wie z. B. tiefere Falten, hängendes Gewebe und Veränderungen der Hautoberfläche, was jedoch keine Folge der Hyaluronsäure ist, sondern des natürlichen Alterungsprozesses und der Einflüsse der Umgebung.

Fabjan
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