Nasenkorrektur

Die Nasenkorrektur ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die sorgfältige Planung der neuen Nase am wichtigsten ist – d. h. die Berücksichtigung der Einzigartigkeit der Nase und des Verhältnisses zu anderen Gesichtsteilen.

60 - 120 min

Dauer des Eingriffs

tagsüber

Hospitalisierung

allgemeine

Anästhesie

7 Tage

Arbeitsfähigkeit

3 - 6 Wochen

Sportliche Aktivitäten

Tipps für nach dem Eingriff

Erholung, Befolgung der Anweisungen des Gesundheitspersonals, Einnahme der verschriebenen Medikamente, Kühlung bis zu 24 Stunden nach dem Eingriff, Lymphdrainage empfohlen.

Mögliche Probleme nach dem Eingriff

Schwellung der Nasenspitze einige Monate lang, Atemschwierigkeiten.

Korrekturarten

Die Nase ist das sichtbarste Gesichtsteil. Ihr Aussehen beeinflusst das Aussehen des Gesichts in höherem Maße als andere Strukturen. Des Weiteren ist sie äußerst wichtig beim Atmen und der Regelung (Reinigung, Befeuchtung und Erwärmung) der Luft, bevor sie in die Lunge gelangt.

Eine operative Nasenkorrektur kann wie folgt durchgeführt werden:
– Septoplastik: operative Korrektur der Nasenscheidewand (Septum). In der Regel handelt es sich um nicht sichtbare Nasendeformierungen, die mit Atemstörungen verbunden sind.
– Rhinoplastik: ästhetische Korrektur des äußeren Erscheinungsbildes der Nase.

Verlauf der Operation

Beide Operationen können durch Inzisionen innerhalb der Nase durchgeführt werden, mithilfe einer sogenannten geschlossenen Technik, oder durch eine kleine Inzision in der Nasenscheidewand, falls es sich um eine offene Technik handelt. Die Auswahl der Technik hängt vom Erscheinungsbild der Nase ab, das verändert werden sollte oder das der Patient verändern möchte. In den vergangenen Jahren wurde die offene Technik am häufigsten verwendet.

Vorhersehbarkeit des Resultats

Die Nase ist ein höchst kompliziertes Organ im Gesicht und bei jeder Person einzigartig. Äußerst wichtig bei der Planung einer neuen Nase ist die Berücksichtigung der Einzigartigkeit der Nase und des Verhältnisses zu anderen Gesichtsteilen. Es gibt keine „perfekte Nase“, die für alle Menschen und Gesichter akzeptabel wäre. Bei dem Eingriff haben wir es mit lebendigem Gewebe zu tun, das bei verschiedenen Leuten unterschiedlich reagiert. Hierbei versuchen wir vor allem die Entstehung von internen Narben und Reaktionen verschiedener Gewebe (Unterhautgewebe, Knorpel, Knochen…) zu vermeiden. Das Ergebnis hängt also von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, etwa den Verhältnissen des Gewebes des Patienten, der Art der Deformierung sowie den Knochenstrukturen in der Nase und des Gesichts ab, aber auch von genetischen Faktoren. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff sind Komplikationen möglich. Bei 15-20 % der Nasenoperationen muss aufgrund der oben genannten Umstände nach der ersten Operation eine zusätzliche kleinere Korrektur durchgeführt werden, in der Regel unter örtlicher Betäubung.

Verfahren

Beim ersten Besuch überprüfen wir zuerst den Gesundheitszustand des Patienten, etwaige Verletzungen, Allergien sowie vorherige chirurgische Eingriffe an der Nase. Atemprobleme oder Probleme hinsichtlich des Erscheinungsbildes werden detailliert besprochen. Das Äußere und Innere der Nase werden ebenfalls überprüft. Anschließend schätzen wir die Möglichkeit eines chirurgischen Eingriffs ein. Bei dem Gespräch wird zum besseren Verständnis davon, wie sich ein Eingriff auf das Aussehen auswirken könnte, eine Fotoanalyse durchgeführt. Der Zweck besteht im besseren Verständnis des Operationsverfahrens und der Veränderungen, die mit dem Eingriff erreicht werden könnten.
Innerhalb von 14 Tagen vor dem Eingriff dürfen keine blutverdünnenden Mittel wie etwa Aspirin eingenommen werden.

Verlauf des Eingriffs

Die meisten Naseneingriffe werden unter Vollnarkose durchgeführt, abhängig vom Umfang des Eingriffs. Kleinere Korrekturen können auch unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Zu dem Eingriff müssen Sie vollkommen gesund erscheinen (keine Erkältung, Schnupfen, Herpes oder andere Hautausschläge an oder um die Nase herum infolge einer Infektion, Entzündung der Bindehäute u. Ä.). Der Eingriff wird morgens oder mittags durchgeführt, damit Sie noch am selben Nachmittag die Klinik verlassen können.

Nach der Operation setzen wir Tamponaden in die Nase ein, die innerhalb von zwei oder drei Tagen nach der Operation entfernt werden, wobei der Patient während dieser Zeit durch den Mund atmet.

Nach dem Eingriff

Nach dem Eingriff fühlt sich der Patient schläfrig, wobei die Schläfrigkeit am Abend oder über die Nacht nachlässt. Zudem verspürt der Patient in der Regel ein wenig Übelkeit, vor allem wenn er zu schnell aufsteht oder sich bewegt. Die Übelkeit vergeht innerhalb von sechs bis acht Stunden nach der Operation. Nach dem Eingriff müssen normalerweise keine Schmerzmittel eingenommen werden. Antibiotikum erhält der Patient über eine Infusion während der Operation und anschließend nach Ermessen des Arztes noch weitere drei bis fünf Tage. Infektionen nach einer plastischen Operation sind äußerst selten. Bei Rötungen, Schwellungen oder Fieber ist eine Untersuchung erforderlich.

Nach dem Eingriff bilden sich an den Wangen unter den Augen blaue Flecken, die sieben bis zehn Tage sichtbar bleiben. Nach sieben Tagen werden die Nähte und die Immobilisation entfernt, wobei der Patient auch mit der Arbeit wieder beginnen kann. Die Schmerzen nach einer Nasenoperation sind in der Regel mäßig und dauern einen bis zwei Tage. Nach der Entfernung der Tamponade empfehlen wir, mehrmals täglich die Nase mit einem Spray mit einer isotonischen Kochsalzlösung auszuspülen. Bei der offenen Technik ist die Empfindlichkeit der Nasenspitze einige Wochen lang ein wenig deutlicher ausgeprägt. Die Schwellung der Nasenspitze bleibt bis zu einigen Monaten vorhanden, seltener bis zu einem Jahr.

Anweisungen für nach dem Eingriff

Bis mindestens drei Wochen nach der Operation muss intensive sportliche Aktivität vermieden werden, da eine Erhöhung des Blutdrucks, die einen erhöhten Herzrhythmus begleitet, eine Blutung verursachen kann. Mit sportlichen Aktivitäten kann zwei bis drei Wochen nach der Operation schrittweise begonnen werden. Mindestens vier bis sechs Wochen nach der Operation wird von jeglichen Sportarten mit Körperkontakt abgeraten, da in diesem Zeitraum stärkere Schläge gegen die Nase die korrigierten Knochenstellen verletzen können. Mäßige Schläge gegen die Nase schaden dem Knochen in den meisten Fällen nicht.
Nach der Entfernung des Pflasters fühlt sich die Nase bei Berührungen etwa seltsam an. Die Haut fühlt sich in der Regel etwas „stumpf“ an. Falls Nasenknochen operiert wurden, werden Sie vielleicht sehr kleine Ausbeulungen, Verhärtungen oder Hautleisten spüren, die jedoch nach der Heilung größtenteils wieder verschwinden.

Fabjan
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